Am 21.05.2026 summte es bei uns in der Evangelischen Schule Oberharz besonders lebhaft: Imker Ronald Kramer gab im Rahmen unseres Bienenprojekts einen faszinierenden Einblick in die Welt der Honigbienen.
Wir erfuhren, wie Bienen leben, warum sie für die Natur unverzichtbar sind und wie Honig entsteht. An einem Schauvolk beobachteten wir lebende Bienen und bekamen den Alltag im Bienenstaat anschaulich erklärt. Der Praxisteil stand im Mittelpunkt: Wir schleuderten Honig, rollten Kerzen aus Bienenwachs und konnten kreativ gestalten. Anschließend arbeiteten die Klassen an vier Lernstationen rund um die Biene, die Wissen, Beobachtung, Gestaltung und praktische Aufgaben miteinander verbanden.
Ein besonderes Highlight waren die Imkeranzüge: Darin fühlten wir uns wie kleine Astronautinnen und Astronauten – gut geschützt und den Bienen doch ganz nah. Besonders schön: Die IPL, die Klassen 1 bis 4 sowie die Klasse 5/6 waren gemeinsam dabei. So konnten wir zusammen lernen und jede Menge Spaß haben. Zum Abschluss erhielt jede und jeder ein Glas Honig, nahm die eigenen Werkstücke mit nach Hause und bekam als Andenken eine Urkunde.
Unsere Erkenntnisse: Bienen sind entscheidend für Umwelt und Ernährung. Mit achtsamem Verhalten im Schulgarten können wir Bestäuber wirksam unterstützen. Und: Honig ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte – echtes Teamwork von Bienen und Menschen!
Ein herzliches Dankeschön an den Imker für den spannenden Besuch. Wir freuen uns darauf, das Thema Bienen im Unterricht und im Schulgarten weiter zu vertiefen.
Schon gewusst?
- Eine Honigbiene sammelt in ihrem Leben nur etwa einen Teelöffel Honig – für ein Glas Honig arbeiten daher viele Tausend Bienen zusammen.
- Für 1 kg Honig müssen Bienen den Nektar von mehreren Millionen Blüten sammeln und dabei zigtausende Flugkilometer zurücklegen.
- Der Geschmack von Honig variiert je nach Jahreszeit und Trachtquelle: Akazie/Lobelie ist mild und hell, Kastanie kräftig und leicht herb, Waldhonig meist dunkler und karamellig.
- So entsteht Honig: Bienen saugen Nektar, lagern ihn im Honigmagen, fügen Enzyme hinzu, übergeben ihn im Stock an andere Bienen, die ihn in Waben eintragen und durch Flügelfächeln trocknen, bis der Wassergehalt etwa 16–18% beträgt.
- Frisch verdeckelte Waben zeigen reifen Honig: Die dünne Wachsschicht (Verdeckelung) schützt den Honig vor Feuchtigkeit.
